Manfred Mayerle – Out of the Box (Kunst am CAS, WS 2026/27) | © Siegfried Wameser Muenchen
Einführung: Prof. Dr. Philipp Schorch (Ethnologie, LMU)
In Manfred Mayerles vielgestaltigem Werk werden Linie, Struktur und Farbe zu eigenständigen Ausdrucksträgern. Seine meist kleinformatigen Zeichnungen entwickeln sich aus der Wiederholung freihändig gezogener Linien, zu vielfältigen Gittern, Rastern und Verwebungen. Die Werkgruppe „Out Of The Box“ ist ein Beispiel dafür: Auf aufgeklappten Verpackungskartons entstehen komplexe grafische Strukturen. Ihnen stehen großformatige, abstrakte und häufig monochrome Gemälde gegenüber, deren zahlreiche Farb- und Lasurschichten eine besondere Tiefe erzeugen. Die Ausstellung bietet einen Überblick über die verschiedenen Werkgruppen und Schaffensperioden Mayerles.
Manfred Mayerle studierte von 1959 bis 1964 an der Akademie der Bildenden Künste München bei Josef Oberberger, Hermann Kaspar und Anton Marxmüller. Seit 1970 lebt und arbeitet er als freischaffender Künstler in München und auf Mallorca.
Philipp Schorch ist Professor für Museumsanthropologie an der LMU, wo er das ERC-Projekt „Indigeneities in the 21st Century“ leitet. Zudem ist er Honorary Senior Research Associate am Museum of Archaeology and Anthropology an der Universität Cambridge. Seine Forschung fokussiert sich auf Museen, materielle Kultur, zeitgenössische Kunst und (post)koloniale Geschichte.
Seit 2008 finden in Kooperation mit der UniGalerieLMU in den Räumlichkeiten des CAS wechselnde Kunstausstellungen statt.
Eine Anmeldung ist erforderlich. Weiterer Informationen finden Sie auf der Website des Center for Advanced Studies.
Die Vernissage ist Teil der Ausstellung „Manfred Mayerle – Out of the Box“ , die vom 22.10.2026 bis 15.03.2027 am Center for Advanced Studies zu sehen ist.
Das Center for Advanced Studies der Ludwig-Maximilians-Universität München versteht sich als Forum für den intensiven wissenschaftlichen Austausch über die etablierten Fächergrenzen hinweg. Mit seinen Aktivitäten fördert es verschiedenste Formen kooperativer Forschung sowie die interdisziplinäre Kommunikation innerhalb der Universität. Daneben unterstützt es die Einbindung von Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern in das akademische Leben der LMU.